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Leinenrambos .- die Unterschiede machen das Training

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Nicht jeder Hund ist gleich, das hat sich herumgesprochen. Auch im Bezug Verhalten an der Leine.  Oft wird im Training alles über einen Kamm geschoren, ohne Rücksicht auf Motivation, Epigenetik, Umwelt und Erfahrungen.

Dabei ist das „aggressive“ Verhalten an der Leine ein sehr komplexes Thema, welches sich mit Gehorsam nur unwesentlich beeinflussen lässt.

Leider ist in den Köpfen immer noch der Gedanke verhaftet, dass man seinen Hund “ im Griff “ haben muss, er nur pöbelt, weil es dem Menschen an „Führungsqualität“ mangelt, er einfach sehr dominant ist und des Blödsinns vieles mehr. Konfrontationstraining, bei dem der Hund möglichst nah am verhassten Artgenossen vorbeigehen soll. Reagiert er, wird er sofort gemaßregelt.

Um Zerfleischen zu verhindern setzt man den Kontrahenten einen Maulkorb auf um das sozialaggressive Tier zu rehabilitieren. Dem Hund wird auf diese Art nahezu unmöglich gemacht zu kommunizieren. Die meisten Maulkörbe schränken den kompletten Schnauzenbereich ein und sind gerade im Aufeinandertreffen von sozialaggressiven Hunden, eher hinderlich als förderlich.

Sie schützen lediglich. Einen positiven Trainingseffekt in punkto Artgenossenaggression, lässt sich so nur bedingt erreichen. Man begrenzt den Schaden, den ein solches Training hinterlässt
Der Internationale Gerichtshof für Tierrechte,
in  Montreux / Suisse schreibt dazu :

“ Kommunikation mittels der Mimik und dem Ausdrucksverhalten

Der Maulkorb schränkt die hündische Kommunikation über die Mimik so sehr ein, dass es unter den Hunden zu Missverständnissen und Verhaltensstörungen kommen wird, da eine ungestörte Kommunikation, welche für die soziale Entwicklung und für den Sozialfrieden zwischen den Hunden lebenswichtig ist, nicht aufrecht erhalten werden kann. Hunde kommunizieren zu einem großen Teil durch Mimik und Körpergesten, also einer Körpersprache. Diese Missverständnisse entstehen, weil aus bestimmten Situationen heraus einzelne bekannte Signale (hier die Gesichtsmimik) nicht mehr erkannt werden, da der gezielte Bereich durch den Maulkorb abgedeckt wird. Es werden nur noch die Körpergesten isoliert gesehen. Nun verfügen Hunde über einen reichen Umfang an Ausdrucksmöglichkeiten, wobei die einzelnen Signale (Gesichtsmimik und Körperhaltung) sehr vielseitig kombiniert werden und so etwas wie eine Sprache bilden. Hieraus entsteht ein weites Feld des hundischen Ausdrucksverhalten. Hunde, die nicht richtig kommunizieren können, erleiden seelische Schäden und verkümmern, so dass sie sich nicht mehr artgerecht entwickeln können.“

Doch Achtung – nicht falsch verstehen! Ein Maulkorb ist ein wichtiges Hilfsmittel, wenn es darum geht Mensch und Umwelt zu schützen. Aber wenn Kommunikation stattfinden und neu erlernt werden soll, ist er nicht wirklich dienlich.

Leinenruck statt Leckerli?  Kommt ja auch nicht so weich Ei mäßig daher… Wegblocken, Schubsen, Abdrängen? Endlich aktiv werden dürfen, eingreifen. Da fühlt man sich auch als Mensch nicht mehr so hilflos. Macht haben, kontrollieren dürfen…

„Hast ja noch nie mit wirklich aggressiven Hunden zu tun gehabt…“ ( doch hab ich) “ Da ist dann Schluss mit Clicker und Leckerli…“ ( nein- ganz im Gegenteil )

Platzablagen, dicht an dicht … Zeichen für umweltverträgliche, soziale Hunde? Mitnichten.

Duldung, Meideverhalten, gelernt hat der Hund nichts. Die Emotionen sind die Gleichen geblieben. Er beginnt auch in, für ihn aussichtslosen Situationen, seine bisherigen Entscheidungen nicht  zu überdenken. Dazu ist er neurobiologisch gar nicht in der Lage. In einer solchen Situation schaltet das Gehirn auf den absoluten Notfallmodus und ist außerstande auch nur irgendeine Regung analytisch zu bearbeiten, geschweige denn daraus zu lernen!

Viele Faktoren beeinflussen das Verhalten an der Leine, auf alle muss individuell eingegangen werden. Deshalb dauert  nachhaltiges Training einfach länger und kommt nicht so effektheischend und marktschreierisch daher.

Es wird über, manchmal, extrem große Distanzen gearbeitet. In einem, durchaus langwierigeren Prozess lernt der Hund, dass seine Signale verstanden werden. Durch klein schrittiges Training findet Lernen statt, welches auch den emotionalen Hintergrund verändert.

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By | 2017-06-26T19:29:51+00:00 Juni 26th, 2017|Allgemein|Kommentare deaktiviert für Leinenrambos .- die Unterschiede machen das Training

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